Die einsetzende Geschlechtsreife beim Hund kann zur Eskalation des Aggressionspotentials beitragen.
Das Einsetzen der Geschlechtsreife bewirkt bei vielen Hunden eine vorübergehende Verhaltensänderung. Sie stellen ihren Besitzer auf die Probe und testen, wie weit sie dabei gehen können.
Ein dominant veranlagter Rüde versucht in dieser Zeit die hierarchische Ordnung umzustrukturieren. Er ist bestrebt, selbst die Rolle des Alpha-Tieres zu übernehmen. Diese Verhaltensweise ist auch bei Wölfen und wilden Hunderudeln zu beobachten. Der stärkste Rüde hat das Recht, die meisten weiblichen Tiere zu begatten und gewährleistet somit eine effektive Verbreitung seiner Gene. Der sogenannte Gen-Egoismus sorgt dafür, dass sich die kräftigsten und selbstbewusstesten Tiere fortpflanzen.
Übertriebenes Dominanzgehabe und Respektlosigkeiten vonseiten des Hundes sollten ein Anlass sein, umgehend zu handeln. Der Hundebesitzer muss seine Position als Rudelchef behaupten und darf sich keinesfalls unterkriegen lassen.
Das aufsuchen einer Hundeschule ist hier ratsam. Der Hund lernt sich unterzuordnen. Der Hundebesitzer perfektioniert die eigenen Verhaltensweisen und lernt seine Position als Rudelchef zu behaupten.